Leserbrief zu „Ein Hauch von Arbeitsleben“
Mal abgesehen davon, dass mich einige Passagen in diesem Artikel stark an die Wikipedia erinnert sehe ich den Artikel überaus kritisch. Es wird zwar erwähnt, dass es unterschiedliche Abstufungen von Autismus gäbe, allerdings wird dieser Punkt kaum hervorgearbeitet. Nicht alle Autisten können „nur Schrauben sortieren“. Insbesondere im Aspergerbereich gibt es viele die sogar akademische Grade habe. Dr. Preißmann wäre hier nur ein Beispiel.
Wenn man sich mit der Thematik ein wenig beschäftigt, kommt man unter Umständen sogar zu dem Schluss, dass Autismus sogar eine evolutionäre Varianz des Menschens sein könnte die unter bestimmten Bedingungen von Vorteil ist. Zum Beispiel die im Alltag störende Wahrnehmung von externen Reizen, kann in bestimmten Gefahrensituationen zu einer früheren Warnung führen und so das Überleben sichern.
Jedenfalls ist die einseitige Darstellung in dem Artikel aus meiner Sicht dazu geeignet ein bestimmtes Bild von Autisten zu erzeugen, das meinen bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus dem Autismusspektrum widerspricht.