Religioten: Beten der Weg zu Gott?

Linda Bond (Heilsarmee) meint Europa wäre Gottlos, weil Europa zu wenig beten würde. Da frage ich mich, ob nicht jene, die Gott vom Beten abhängig machen selber gottlos sind.

Wenn mehr Menschen in Indien und den Philipen glauben, liegt das wohl eher daran, dass vielfach nur Hoffnung noch die Kraft zum Überleben gibt. Und dass sich immer mehr Menschen in einer derartigen Lage befinden ist nicht zuletzt, der leider wachsenden Weltbevölkerung geschuldet.

Die Behauptung, es gäbe mehr Prostitution halte ich für überaus suspekt ohne fundierte Beweise, denn vielleicht werden die Zahlen heute einfach genauer erfasst, wenn dies in der Vergangenheit überhaupt der Fall war.

Wobei ich mich gerade frage, in wie weit der Begriff Heilsarmee etwas kriegerisches symbolisiert. Für eine Religion, die eigentlich für den Frieden stehen sollte kommen mir derartige namentliche „Gotteskrieger“ suspekt vor.

Ich finde es zudem auch suspekt, dass Gotteshäuser prunkvoll ausgestattet werden, während die Menschen leiden, anstatt das Geld zu investieren, um den Menschen zu helfen. Ich mein, dieser Zimmermannssohn kam, soweit man der Berichterstattung glauben kann, in einem Stall zur Welt und predigte unter freiem Himmel und allen möglichen Orten. Woraus aus diesem Verhalten prunkvolle Gebäude abgeleitet werden verstehe ich nicht.

Ich bin ziemlich sicher, dass das Verhalten eines Menschen, egal welcher Weltanschauung, wichtiger ist, als regelmäßige Rituale. Rituale mögen zwar einen gewissen Halt geben sind aber im Endeffekt nur Fesseln, die einen daran hindern den eigenen Weg zu Entdecken.

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