An vielen Stellen lauern im Boden von NRW Altlasten. Diese Schadstoffe im Boden können u.a. das Grundwasser verseuchen. Dies macht entweder eine teure Aufbereitung oder eine Verlegung von Trinkwasserbrunnen notwendig.
In Rheinhausen stellte die SPD in 2009 dringenden Handlungsbedarf für Altdeponien fest. Sichtbare Anzeichen für Handlungen kann ich bis heute nicht feststellen.
Ebenfalls in Rheinhausen liegt das ehemalige Gelände des Kruppstahlwerks, wo eine Sanierung stattgefunden haben soll, obwohl die Oberflächenversiegelung keine Sanierung, sondern lediglich eine Sicherungsmaßnahme. Es sind noch einige andere Stelle in NRW in der List aufgeführt.
Auch Homberg ist nicht verschont von Altlasten. Zum Beispiel auf dem Gelände des nicht umgesetzten Logport III. Insbesondere der Rheinpreußen-Hafen ist dort betroffen.
Das waren jetzt natürlich nur ein paar Beispiel für die unschönen Hinterlassenschaften der Industrie. Niemand weiß, welche Zeitbomben sonst noch im Boden lauern.
Allein die Bestimmung, welche Altlasten im Boden vorliegen verschlingt Unsummen.
Die anschließende Sanierung verschlingt ebenfalls noch einmal einiges.
Um diese Kosten abzudecken wäre es zu überlegen, dass die Firmen schon zu „Lebzeiten“ Rücklagen bilden, um diese Folgekosten zu tragen. Zum Beispiel könnte die Industrie verpflichtet werden jährlich eine bestimmte Summe in einer Stiftung anzulegen. Die Höhe ist abhängig von Menge und Risiko der jeweiligen Stoffe und deren Verwendung. AKW hätten natürlich besonders hohe Sanierungskosten. Eine Tankstelle je nach Bauart des Tanks ein anderes und ebenso die chemische Industrie. Auf diese Art könnten neue Altlasten schneller saniert werden und schon bekannte ebenfalls nach und nach angegangen werden.
Nach Bundesbodenschutzgesetz muss jedenfalls der Verursacher haften und damit diese sich nicht drücken kann wäre es vielleicht sinnvoll schon jetzt für die Sanierung zu kassieren.
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