Immer wenn man zum Thema neue Radwege kommt oder bei anderen Themen zum Radverkehr häufiger, kommt das Argument, dass Radfahrer auch Steuern zahlen sollten.
Dieser vermeintliche Wunsch nach Gerechtigkeit verkennt erstes einmal die massiven Subventionen für KFZ-Verkehr. Zweitens wird dabei aber auch verkannt, dass sowohl Radfahrende, wie auch Gehende Steuer zahlen.
Sowohl beim Radfahren, wie auch Gehen braucht man Muskelkraft und die Muskeln werden mit Essen versorgt. Sprich die Steuern für Radwege werden, nach Autologik, beim Einkauf im Supermarkt bezahlt. Für Gehweg genauso. Bei E-Bikes usw. zahlt man Stromsteuer, also ebenfalls eine Steuer. Anteilig am Kilometer müsste man mal ausrechnen, wie sich das im Verhältnis zu den Kosten für Radwege verhält, inklusive der Abnutzung. Jedenfalls kann man diesen Ansatz problemlos wählen, das Autofahrende ja ständig auch behaupten, dass die „Mineralölsteuer“, die es längst nicht mehr gibt, ebenfalls eine Steuer für KFZ wäre. Sprich man muss die Kosten für die Energie und die Steuern darauf ebenfalls beim Rad- und Fußverkehr gleich betrachten. Und die mickrige KFZ-Steuer fällt kaum ins Gewicht im Vergleich zur Energiesteuer.
