Die Welt ändert sich ständig, aber gefühlt durch die vielen Krisen der letzten Jahre erheblich schneller. Nach einer längeren Phase der scheinbaren Stabilität fallen Veränderungen besonders schwer. Dies summiert sich natürlich zusätzlich, wenn an sehr vielen Stellen Veränderungen zeitgleich eintreten.
Mein Eindruck ist, dass dieser Umstand jenen hilft, die gegen die FDGO (Freiheitlich Demokratische Grundordnung) sind. Diese Popolisten wettern dann gegen vermeintliche Probleme, wie das Gendern, während es in Wirklichkeit nur darum geht, die Menschen in einer sich verändernden Welt mitzunehmen.
Mit Festhalten an den Dingen, die mal waren, erreicht man nichts in dieser Welt des Wandels. Sich dem Wandel entgegenzustellen kostet mehr Kraft und bringt am Ende nicht nur nichts, sondern schadet sogar der Allgemeinheit. Man muss einfach dazu übergehen den Wandel zu leben.
Manche Worte darf man nicht mehr nutzen? So what, dann nimmt man halt andere. Wobei es ja dabei auch nur um ein Faires miteinander geht. Und man heutzutage halt einfach einen anderen Kenntnisstand zu bestimmten Begriffen hat.
Statt sich gegenüber Rückständigen (Konservierte) dafür zu rechtfertigen sollte man lieber erläutern warum die Begriff ein Problem sind und was es über die Personen aussagt, wenn sie dieses Wort heute nutzen.
Nur weil früher etwas akzeptiert wurde, muss es nicht richtig sein. Früher gab es Hexenverbrennung, Sklaverei usw. heute ist klar, dass dies mit der Menschenwürde unvereinbar ist.
Im Endeffekt ist vieles des aktuellen Protest eine intellektuelle Überforderung von einfach gestrickteren Gemütern, die einfach nicht mehr mitkommen (wollen). Der Mensch ist bequem und mag keine Veränderung, genau deshalb muss man einen Weg finden, die Veränderung einfach zu machen. Vielleicht sich sogar ständige Veränderung zu eigen zu machen.