Es ist aus ethischer Sicht verwerflich regelmäßig in Überschriften die Tatwaffe zum Täter zu machen, aber Problem geht ja leider noch viel tiefer.
In Magdeburg war die Tatwaffe ein KFZ, während man den unzureichenden Schutz kritisiert, setzt niemand bei der Tatwaffe an. Mit Geofencing könnte man derartige Taten verhindern oder zumindest erschweren. Geofencing meint, dass in bestimmten Bereichen die Geschwindigkeit automatisch verringert oder sogar ein Halt erzwungen wird. Technisch ist dies kein Problem, aber scheinbar politisch.
Vielleicht hat auch die jahrzehntelange Praxis eine Tatwaffe nicht als solche so bezeichnen dazu geführt, dass man das KFZ nicht als gefährliche Waffe betrachtet. Dabei ist jedes KFZ eine gefährliche Waffe, die dazu geeignet ist, Menschen zu töten und verletzen. Vorsätzlich aber auch Fahrlässig. Für Schusswaffen braucht man einen Waffenschein in Deutschland. Für KFZ reicht es einmal irgendwann einen Führerschein zu machen und nur in ganz extremen Fällen muss dieser abgegeben werden. Eine geistige Eignung wird vorher nicht geprüft. Auch kann scheinbar nicht dauerhaft die Fahrerlaubnis entzogen werden, während dies bei Vorstrafen für Waffen der Fall ist.