Gestern waren in der Zeitung zwei Leserbrief von Menschen, die scheinbar Falschparken. Eine Helga B. im Lokalteil und ein Holger R. im Hauptteil. Im ersten Leserbrief ging es um den Anzeigenhauptmeister in Duisburg und Falschparker (Gefährder und Behinderer), Helga B. schreibt dazu sinngemäß, wie rücksichtslos sich angeblich die Radfahrenden verhalten. Das mag alles sein, aber möglicherweise sind das ja genau die Menschen, die den PKW falsch auf den Gehweg abgestellt haben und jetzt mit dem Fahrrad unterwegs sind. Davon abgesehen entschuldigen Mörder auch nicht für einen Bankraub.
Mal abgesehen davon ist die Fahrradinfrastruktur in Duisburg miserabel.
Auch Holger R meckert wegen Radfahrenden, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er überhaupt die Verkehrsregeln kennt und zum Beispiel weiß, dass einige Einbahnstraßen für Radfahrende freigegeben sind. Aber so richtig stellt er seine Gratismentalität ins Schaufenster, wenn er schreibt:
„Wird dann auch gegen die Städte geklagt, ausreichend Parkraum zur Verfügung zu stellen? Oder sollen die Bewohner ihre Autos mit aufs Zimmer nehmen?“
Holger R. meint doch allen ernstes, dass Städte ihm einen Lagerplatz für seine Blechkiste zur Verfügung stellen müssten. Es gibt kein Gesetz, dass dies verlangt. Und ja er müsste es mit auf sein Zimmer nehmen, wenn keine Garage oder einen Stellplatz gemietet hat. Genau wie jeder Radfahrer, dass Fahrrad in den Keller schleppen muss oder sonstwie eine Abstellmöglichkeit mietet.
Ich finde die Gratismentalität von Autofahrenden einfach nur zum Kotzen. Wird Zeit, dass man die Subventionen endlich streicht. Und die Presse druckt solche schwurbligen Meinungen auch noch als Leserbrief ohne die Fakten klarzustellen.
