Bestelltes Ergebnis?

Wer eine Studie in Auftrag gibt hätte gerne ein bestimmtes Ergebnis.
Vieles hängt dabei von der Art der Frage und der möglichen Antworten ab.

In einer “repräsentativen” Studie haben die Verwerter festgestellt, dass ihrer Ansicht nach illegal gedownloaded wird.
Die Definition für Illegal ist hanebüchen:

*Definition Illegal:
Personen, die im Fragebogen angegeben haben, Downloads von Tauschbörsen / Sharehostern / privaten
Websites / Blogs / Foren / ftp-Servern / Newsgroups getätigt zu haben.

Mit so einer Definition klingen die Zahlen natürlich nach mehr, als es in Wirklichkeit ist. In Tauschbörsen findet man auch ganz legale Programme (Freeware wie Open Office) und auf Webseiten sind auch Frei Inhalte zu finden.

Natürlich kommen wieder Forderungen nach einer Verschärfung des Urheberrechts. Und nach Warnhinweisen (möglicherweise etwa Stoppschilder?). Da habe ich ein Dejavu.
Kann es sein, dass da die Urheberrechtsindustrie von der Zensursula geklaut hat?

Mich wundert, dass bei solchen Umfragen nie gefragt wird, ob man etwas wegen dem “illegalen” Download gekauft hat und wenn nicht, ob man etwas gekauft hätte, wenn es nicht anderweitig verfügbar gewesen wäre.

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