#Klimaschutz: Warum ist Strom wirklich so teuer? – #Abzocke

Es heißt immer wieder, dass Strom ziemlich teuer wäre, aber das ist natürlich so nicht wahr, wenn man mal einen genauen Blick auf die Stromrechnung wirft.

Da wäre zum einen 19 % Umsatzsteuer auf die Gesamtkosten, obwohl Strom durchaus als Lebensmittel qualifizieren würde.

Nach meiner Stromrechnung betragen die eigentlichen Stromkosten nur rund 1/3 der Gesamtkosten.

Folgende Nebenkosten machen Strom teuer bezogen auf die Gesamtkosten ohne Umsatzsteuer:
– 2,1 % Offshore-Umlage § 17
– 4,1 % Aufschlag besondere Netznutzung
– 0,75 % KWKG-Umlage
– 6,3 % Konzessionsabgabe (lokale Stromnetze)
– 5,4 % Stromsteuer
– 44,8 % Netznutzung
– 4,1 % Messeinrichtung

Einige der Nebenkosten sind sehr fragwürdig.

So sollen wir für das Unternehmensrisiko des Anschlusses an das Netz von Windparks auf dem Meer zahlen mit der Offshoreumlage. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Aufschlag besondere Netznutzung geht um erneuerbare Energie und die Anpassung der Netze an diese. Warum man bei Ökostrom für Kraftwärmekopplung bezahlen soll erschließt sich mir nicht. Mit der Konzessionsabgabe zahlt man für lokale Netze. Der Rest wird wohl über den Anteil Netznutzung abgedeckt.

Rechnet man die Anteile für die Netze zusammen kommt man auf 55,2 % bzw. mit Anschlussrisiko der Netze auf dem Meer auf 57,3 %. Das heißt mehr als die Hälfte der Kosten für Strom sind gar keine Stromkosten, sondern Netzkosten. Das heißt in Norddeutschland subventioniert man durch diese hohen Netzkosten den Netzausbau auch für Bayern mit. Strompreiszonen würden die Lasten fairer verteilen, aber da ist ja u. a. der Foodblogger dagegen, genauso wie gegen Windräder, Strommasten uvm.

Deich und Rheinvorland mit Strommasten.

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