Beim Atommüll will man noch viele Jahrzehnte mit der Suche nach einem sehr lange sicheren Endlager verbringen und das für Abfälle, die zumindest flüssig oder fest sind. Bei CCS will man dagegen Gase in einen angebohrten Behälter nicht nur für eine Millionen Jahre, sondern im Prinzip dauerhaft lagern, also mindestens für eine Milliarde Jahre bzw. bis zum Ende der Erde. Das kann nicht funktionieren.
Lassen wir mal das Grundproblem der fehlenden Technik für Abtrennung und Leitungen beiseite, kommt man zum Problem, wie dicht ein angebohrter Hohlraum ist, denn man verschließt. Aber mit was will man verschließen, dass das dauerhaft dicht bleibt? Zumal auch bereits das Anbohren zu Undichtigkeiten und Rissen an anderen Stellen führen kann. Das Entweichen kann langsam oder schnell erfolgen. Vielleicht auch nur wenige Moleküle pro Monat, was zwar kaum nachgewiesen werden kann. Dazu müsste man ein dauerhaftes Monitoring der Lagerstätten etablieren, was mit entsprechenden dauerhaften Kosten einhergeht. Diese Kosten werden wohl kaum die Unternehmen tragen wollen oder die Abtrennung wäre entsprechend hoch, um die Ewigkeitskosten dauerhaft zu tragen.
Der Boden ist nicht dicht, wie das ständige entweichen von Radon belegt, wobei Radon ein radioaktives Edelgas ist, dass so schnell zerfällt, dass es nur wenige Tage gasförmig bleibt. CO2 bleibt aber dauerhaft ein Gas und wandelt sich nicht in einen Feststoff um.
Zudem dürfte es genau wie bei der Kohlenmonoxidpipeline in NRW Proteste, Widersprüche und Klagen geben. Es wäre also gar nicht so einfach das Gas abzuleiten. Bei einem Speicher an Land in meinem Umfeld würde ich definitiv klagen oder eine Klage unterstützen, da nicht ausreichend sicher ausgeschlossen werden kann, dass durch Risse CO2 mich tötet.
CCS ist einfach völliger Irrsinn, der gänzlich am Problem vorgeht und Greenwashing statt Klimaschutz bedeutet. Und das die Wirtschaft wieder jammern wird, werden dann wohl auch wieder massig Subventionen reingepumpt statt die vollständigen Kosten den Markt tragen zu lassen.
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