Wenn es um die Kosten für den Führerschein geht, kommen immer wieder die gleichen Argumente.
Der ÖPNV auf dem Land wäre so schlecht. Mal abgesehen davon, dass ein Großteil der KFZ in Städten rumsteht, liegt der schlecht ÖPNV wohl auch daran, dass so viele sich vom Auto abhängig machen, statt einen besseren ÖPNV einzufordern.
Angeblich ist der Führerschein in Deutschland so viel teurer als in anderen Ländern. Dabei lässt aber natürlich außer acht, dass die Bußgelder in anderen Ländern angemessener sind. Zudem gibt es dort ein Tempolimit auf Autobahnen. Das heißt das Risikoprofil ist ein völlig anderes. Im Prinzip muss ja die Ausbildung die mangelhafte Durchsetzung der Verkehrsregeln kompensieren. Wenn man die Kosten für den Führerschein auf das gleiche Niveau, wie in anderen Ländern senken will, dann auch die gleichen Bußgelder und Tempolimits.
Ob man pauschal 1/3 der Fragen streichen kann? Sollte sich dies nicht viel mehr an den notwendigen Kenntnissen orientieren? Und es stellt sich die Frage, warum so viele durchfallen. Jedenfalls kennen, jene die einen Führerschein haben, oft nicht die Verkehrsregeln oder ignorieren diese vorsätzlich. Einfach mal Fragen, wer Haifischzähne kennt und wie man sich verhalten soll.
Wenn Mobilität Daseinsvorsorge ist, warum erhöht man dann den Preis fürs Deutschlandticket, während man Autoverkehr noch stärker subventionieren will, als dies ohnehin bereits heute der Fall ist?