#Duisburg: Mülltonnen auf Gehwegen? – #Exklusion

Wenn man unterwegs ist und dabei in der Mobilität eingeschränkt ist, nimmt man vieles anders wahr. Die Bilder zeigen zwei Stellen an der Günterstraße in Rheinhausen. In dem einem Fall bleiben ca. 80 cm Platz vom Gehweg, weil die geleerten Mülltonnen falsch abgestellt wurden im anderen Fall blockiert man den Gehweg direkt neben einem Parkplatz für jemandem mit eingeschränkter Mobilität. Glücklicherweise parkte da gerade niemand, denn ansonsten wäre der Gehweg vollständig blockiert gewesen.

Wie würden die Behörden wohl reagieren, wenn man die Mülltonnen mitten auf die Fahrbahn stellen würde, sodass KFZ in Schlangenlinien fahren müsste oder vielleicht auch gar nicht durchkäme ohne diese bei Seite zu stellen? Ich habe da eine Vermutung, dass dann ziemlich heftig regiert würde. Und warum reagieren die Behörden nicht genauso, wenn die Mülltonnen rechtswidrig auf Gehwegen stehen? Denn schließlich müssen die Mülltonnen laut Satzung am Fahrbahnrand abgestellt werden und nicht auf dem Gehweg, der kein Teil der Fahrbahn ist.

Warum wird durch die WBD der Fußverkehrsfluss ausgebremst? Und dann auch noch derartig rücksichtslos, dass u. a. Menschen im Rollstuhl nicht oder nur sehr erschwert durchkämen.

Die Günterstraße hat zudem nur einen schmalen Gehweg, der ja durch KFZ erheblich eingeengt wird. Den Rest auch noch mit Mülltonnen zustellen lassen darf nicht sein. Vielmehr müssten hier Parkplätze für die Müllabholung gestrichen werden, was ja auch die Leerung optimieren würde, wenn alle Tonnen an einem Platz stehen würden.

Aber in Duisburg, der Stadt mit AUTOfokus zählen die Rechte von Fußverkehr nicht viel.

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