Im Februar habe ich eine Petition bzgl. Wasserstoff eingereicht, weil überall ständig von grünem oder sogar klimaneutralem Wasserstoff gesprochen wird.
Im Juli bekam ich eine Antwort vom BMWK, die mir zeigt, dass man sich dieses Themas zumindest bewusst ist. Bewusstsein ist wichtig um nach Lösungen zu suchen.
Deshalb nachfolgende auch die Antwort:
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Die Bundesregierung ist der vorhandenen Klimawirkung durch das Freiwerden von Wasserstoff bewusst. Der aktuelle wissenschaftliche Sachstand beschreibt dabei indirekte Klimaeffekte auf die Atmosphären durch andere Treibhausgase (vermehrte Ozon- und Wasserdampfbildung, erhöhte Verweilzeit von Methan) infolge unterschiedlicher chemischer Reaktionsprozesse mit Wasserstoff. Die Publikationen gehen für Wasserstoff derzeit von einem kurzfristigen Treibhausgaspotential über 20 Jahre (GWP20) zwischen 20 und 50 aus. Zum Vergleich: Methan hat ein GWP20 von mehr als 80. Über längere Zeiträume sinkt das GWP beider Moleküle.Es ist das klare Ziel der Bundesregierung, die ungewollte Leckagen von Wasserstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette soweit wie möglich zu reduzieren. Wirksame Maßnahmen zur Zielerreichung sind unter anderem die Schaffung eines geschlossenen Wasserstoffsystems (bspw. Pipelineausbau statt Straßentransport), einer möglichste klimafreundlichen Erzeugung von Wasserstoff sowie eines regelmäßigen Monitoring von tatsächlichen Leckagen.
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Damit hat man im Prinzip meiner Petition entsprochen, dass Wasserstoff nicht klimaneutral ist. Wenngleich natürlich besser, als fossile Energieträger.
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