Als Piraten sind wir anderen Parteien gegenüber aufgeschlossen und entscheiden sachlich Themen bezogen.
Da heute ein Landesparteitag der FDP in der Mercatorhalle war und wir mit unserem Stand in der Gegend waren, haben wir uns gedacht wir schauen mal vorbei. Man ist ja neugierig.
Am Wahlkampfstand trug ich einen Pullover der PIRATEN und fragte mich, ob es damit bei einer öffentlichen Veranstaltung Probleme geben würde. Wir kamen aber ohne große Problem rein, obwohl wir uns anmelden mussten.
An den Eingängen zum CityPalais mit der Mercatorhalle drin, standen unauffällige Tafeln mit einem Hinweis auf die FDP. Die Flaggen fielen auch nur auf, wenn man danach suchte. Dementsprechend gering war der Andrang von Besuchern. Wieder eine Chance auf Offenheit und Transparenz vertan.
Mit einem Piratenparteitag, war die Veranstaltung nicht zu vergleichen. Fast alle im Anzug, kaum Laptops, auf vielen Tischen Zeitungen, in denen einige der Zuhörer im Saal gelangweilt lasen als Christian Lindner seine Rede hielt. Eine Rede darüber, dass die FDP es in NRW wieder schaffen würde.
Er sprach zwar klar und deutlich aber kam mir dabei emotionslos und distanziert vor, selbst als es um das Thema Organspende ging. Was ihm nach eigener Aussage am Herzen läge.
Und wenn ich hier lese, dass Lindner mit 99,75 auf den Spitzenplatz der Liste gewählt wurde, frage ich mich, ob so ein Ergebnis noch demokratisch sein kann.
Viel verpasst haben wir also nicht, weil wir nach kurzer Zeit wieder gegangen sind.