Lesendenbriefe in der #NRZ VIII – #Klimaschutz #RWE #Verkehrswende

Der nächste Schwung mit Lesendenbriefen, die es mit Fakten nicht so genau nehmen und meiner Bewertung dazu.

Ein Andreas Püllenberg aus Bochum hat sich schlecht informiert und schiebt es mal wieder auf andere, die gefälligst CO2 einsparen sollen, dabei werden etliche Produkte in China hergestellt, die in Deutschland genutzt werden. Außerdem hat Deutschland historisch extrem viel Beitrag geliefert. Man räumt zuerst vor der eigenen Haustür auf und zeigt anderen wie es geht!

Ein Markus Kost ebenfalls aus Bochum jammert wegen Erdgasausstieg bis 2035 und fragt, was die Alternativen zu einer Gasheizung wären. Erst einmal würde ich sagen besser informieren und denken, bevor man etwas schreibt. Es gibt auch Biogas und Wasserstoff, sowie Power-to-Gas also durchaus Möglichkeiten weiterhin mit Gas zu heizen. Weiterhin gibt es Wärmepumpen. Planet Energy hat bereits einen Erdgasausstieg angekündigt.

Ein Thomas Scholten aus Emailingen nerven die Forderungen von Fridays for Future. Scheinbar ist der Auffassung da wären keine Forderungen zulässig, weil nichts über die Finanzierung gesagt wird. Also das gleiche, was in der Politik üblich ist und auch Industrie und andere Verbänden Jammern ständig nach Geld ohne zu sagen, wo das Geld herkommen soll.

Eine Kurt Schmied aus Emailingen fordert machbare Alternativen zum Heizen. Tja, auch hier stellt sich die Frage, warum man Lesendenbriefe druckt, die zum Fremdschämen sind, weil diese deutlich zeigen, wie schlecht informiert hier jemand ist. Gibt ja bereits ausreichend Technologien am Markt.

Ein Michael Wrazidlo aus Emailingen der Umstieg auf Klimaschutz würde die Steuerzahlenden weniger Kosten, da Kohle, Gas und Atom stark subventioniert werden. Und warum wird oft nur Wind erwähnt und nicht Photovoltaik? Gerade da ist der Zubau einfach.

Eine Felix Bicker aus Essen meckert über den ökologischen Fußabdruck von Elektroautos. Scheinbar verdrängt er die ökologischen Auswirkungen der Ölförderung fürs Autofahren und auch die Alternativen etwa aus Palmöl haben einen miesen ökologischen Fußabdruck.

Ein Werner Hartmann aus Neukirchen-Vluyn schreibt von einer nächtlichen Flaute in der Ökostromerzeugung und meint, dass man ohne Speicherung Grundlast bräuchte. Da beschreibt er bereits die Lösung, nämlich Speicherung kommt aber zu dem völlig absurden Schluss, dass man schmutzige und extrem teure Kohlekraftwerke bräuchte. Dann wirft er noch grüne Scheuklappen vor. Klingt mir eher nach antiinnovativen Scheuklappen von Werner Hartmann. Die Technologie für die Zukunft ist längst da, man muss diese nur konsequent anwenden.

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6 Antworten zu Lesendenbriefe in der #NRZ VIII – #Klimaschutz #RWE #Verkehrswende

  1. Werner Hartmann schreibt:

    Die Kritik an meinem Leserbriewf ist reichlich unqualifiziert. Wenn ich feststelle, dass Kohle- und Kernkraftweerke abgeschaltet werden, ohne dass die Grundlast abgesichert werden kann, weil keine ausreichende Speichermöglichkeit besteht, dann bleiben nur die genannten Stromimporte. Was ist daran absurrt?

    • ulrics schreibt:

      Erst einmal ist die Grundlast abgesichert, denn sonst würde die Bundesnetzagentur eingreifen. Es wird sogar eine Reserve vorgehalten (Sicherungsreserve).
      Speicherkapazität wird ständig ausgebaut und ebenso flexible Ergänzung, die anders als die Großkraftwerke nicht permanent laufen muss.
      Vielleicht nächstes Mal besser informieren.

      • Werner Hartmann schreibt:

        Die Zukunft wird uns eines Besseren belehren. Falls überhaupt mal die Speicher in ausreichender Menge bereitstehen werden, müssen sie auf staatliche Initiative errichtet werden. Aufgrund mangelnder Rentabilität haben die Energieversorger kein Interesse daran. Für sie wären Stromimporte wirtschaftlicher. Übrigens werden alle derartigen Investitionen den deutschen Strompreis, obwohl er jetzt schon europäische Spitze ist, noch weiter heben.

        • ulrics schreibt:

          Strompreise sind in Deutschland wegen AKW und Kohlestrom so teuer, die Kosten sieht man aber nicht direkt auf der Stromrechnung. Die werden aus Steuermitteln subventioniert, die man wiederum über die Stromsteuer bezahlt. Erneuerbare Energie ist deutlich günstiger.

  2. Werner Hartmann schreibt:

    Ich bin durchaus für den weiteren Ausbau von Erneuerbaren. Man darf aber nicht die Speichertechnologie so vernachlässigen, wie bisher. Ohne staatlichen Anschub wird es Probleme geben.

    • ulrics schreibt:

      Eigentlich hätte es bereits beim Start der Energiewende einen Anschub für Speicher gebraucht, aber jetzt um so mehr. Und zudem muss man die Speicher auf vier Rädern einbinden. Diese können auch viel Strom puffern, es braucht nur einen rechtlichen Rahmen.

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