NRZ-Leserbrief von Reinhard Bassier

Am Samstag sah ich in der NRZ einen Leserbrief von einem Dr. Reinhard Bassier aus Rheinberg.

Die Googlesuche für zu diesem Unternehmen. Romberg Consulting, Ingenieurleistungen für Rohstoff- und Energiebetriebe.

Wie der Zufall es will beschäftigt sich der Leserbrief gerade mit diesem Thema. Natürlich herrscht Meinungsfreiheit in Deutschland, aber ein fader Beigeschmack ist bei so einem Leserbrief schon. Ein Energielobbyist könnte man sagen, denn die horrenden EEG-Umlagen werden ja gerade durch ein Überangebot durch fossile Energieträger verursacht und das vermeintliche „Problem“ mit Speicherung und Transport ist bereits gelöst und muss nur für eine praktikable Umsetzung gefördert werden.

Der „hohe“ Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken ist ein Witz. Aber die fossile Politik mancher Parteien ist ja kein deut besser. Da wird auch noch gelobbied, anstatt endlich anzupacken und Wind- und Sonnengas entsprechend zu fördern, denn dann sind weder Stromtrassen noch Speicher notwendig, weil wir bereits das Gasnetz haben.

Oder Herr Bassier ist einfach nur schlecht informiert, wobei ich mir das nicht vorstellen kann, denn die Entwicklungen auf dem Energiemarkt sollte man als Berater für die Energiebranche kennen. Oder ist dies die Erklärung für die schlechte Entwicklung vieler fossiler Unternehmen.

Update 07.09.2019:
Mal wieder ein subtiler Antikohleausstiegsbrief.

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2 Antworten zu NRZ-Leserbrief von Reinhard Bassier

  1. Tim schreibt:

    Hallo,

    Danke für diese tolle Recherche zu Reinhard Bassier. So konnten wir einen heute in der WAZ neu erschienenen Leserbrief direkt richtig einordnen. Dort äußert er sich kritisch gegenüber der Schutzmaßnahmen zum Baerler Busch, und unterstützt die Position des RVR, den Wald zur Holzgewinnung zu nutzen, obwohl dieser durch das Umweltministerium NRW explizit als „Erholungswald Stufe 1“ ausgeschrieben ist, und die durchgeführten Eingriffe dem Wald massiv schaden. Ein Foto des Leserbriefs: https://abload.de/image.php?img=837cb2c6-96e0-481f-bc5jr8.jpeg Lesenswert dazu ist auch die aktuelle Presseerklärung der BI „Baerler Busch ist Bedroht“, auf den sich dieser Leserbrief bezieht: https://www.baerler-busch-ist-bedroht.de/presseerklaerung-august-2020/

    Diese Position Reinhard Bassiers wundert nicht, wenn man die oben bereits verlinkte Website seines Unternehmens ansieht. Dort bietet er Consulting-Leistungen ausschließlich für Energie-Unternehmen der Montanindustrie an. Also alles, was ausgesprochen nicht nachhaltig ist. Kein Wunder also, dass er die nicht nachhaltige Waldwirtschaft unter dem Deckmantel eines Leserbriefs bewirbt. Und selbst wenn es nur seine persönliche Meinung ist, wundert es wenig, wie er zu dieser Meinung kommt. Was halten Sie davon?

    Vielen Dank, und viele Grüße.

    • ulrics schreibt:

      Bin im Thema Baerler Busch zu wenig drin, um das richtig einsortieren zu können. Habe momentan leider auch nicht die Zeit mich richtig einzuarbeiten.

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